Natürliche Schädlingsprävention 2

Heutzutage ist im Baumarkt und Gartenfachhandel eine große Bandbreite an Schädlingsbekämpfungsmitteln frei verkäuflich. Ein Risiko immer dann, wenn diese Mittel unbedacht und ohne Blick auf die negativen Folgen für die Umwelt verwendet werden. Dabei kann man die Chemiekeule gekonnt durch einige einfache Grundregeln im Gemüsegarten vermeiden. 

Eine zugegebenermaßen etwas fortgeschrittenere  Maßnahme ist eine clevere Fruchtfolge oder Felderwirtschaft. Die Fruchtfolge ist die Reihenfolge, in der Gemüse in das gleiche Beet gepflanzt wird. Also steht da, wo in einer Saison der Salat grünt, im nächsten Jahr vielleicht eine Kohlsorte. Wir alle haben irgendwo schon einmal von der 3- oder 4-Felderwirtschaft gehört. Man teilt seine Nutzfläche in verschiedene Felder und hat gleichzeitig einen mehr oder weniger festen Satz an Gemüsepflanzen. Jedes Feld bekommt eine bestimmte Kombination oder Monokultur an Gemüse zugeteilt. Im nächsten Jahr bekommt es dann eine andere. So geht man sicher, das nie 3 oder 4 Jahre in Folge Gemüse aus der gleichen Pflanzenfamilie auf dem gleichen Stück Land wächst. Man kann sogar ein Feld brach liegen lassen, sodass es alle paar Jahre gar nicht genutzt wird und sich erholen kann.

Es empfiehlt sich sowieso immer eine große Abwechslung an Pflanzenarten und ein Blick darauf, was die Pflanzen aus dem Boden ziehen. Gemüse werden in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer unterteilt, je nachdem, wie viele Nährstoffe sie dem Boden entziehen. Für einen gesunden Boden ist es wichtig, diesen nicht zu stark zu beanspruchen. Genau das würde aber passieren, wenn man Jahr für Jahr Starkzehrer auf den Platz stellt.

Einige Gemüsesorten sind aber auch ganz speziell in ihren Vorgaben. Ein klassisches Beispiel sind die Kohlsorten. Um hier Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen sollte auf eine Kohlsorte mindestens 4 Jahre keine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler folgen. Da das Informationen sind, die schnell überfordern oder einiges an Recherche erfordern, kann man sich hier bereits beim Kauf der Pflanzen beraten lassen. Oder auf die Informationen auf den Saattütchen achten, wenn man sich die Pflanzen selber zieht.

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