Schöner Mist

Mist hat nicht den besten Ruf. Er ist das stinkende Endprodukt aus der Verdauung oder auch das universell einsetzbare Schimpfwort für Jedermann. Dabei hat er das gar nicht verdient. 

Für den Garten ist Mist nämlich wahres Gold. Ein Lieferant an Nährstoffen, eine potentielle Wärmequelle oder auch ein Beschleuniger im Komposter, Mist kann viel, wenn er richtig eingesetzt wird. Mist sollte in der Regel nicht in seiner "rohen" Form auf den Beeten ausgebracht werden. Entweder kompostiert mit anderen organischen Materialien oder im Herbst in den Boden eingearbeitet, um im Frühjahr die Nährstoffe zu liefern, wirkt er am besten dosiert.

Dabei ist Mist natürlich nicht gleich Mist. Rinder- oder Pferdemist wurde klassischerweise schon seit jeher als Dünger eingesetzt und ist hier gut bekannt. Viele Gärtner machen sich aber auch noch zuzätzlich in den kalten Monaten die wärmespendende Natur von Pferdemist zu Nutzen. Dieser gibt bei der Zersetzung eine nicht unerhebliche Menge an Wärme ab und wird deshalb gern als Zwischenschicht in Frühbeeten oder als wahre Mistheizung in Gewächshäusern verwendet für eine sanfte, gleichbleibende Wärmestrahlung für frostempfindliche Pflanzen zu Beginn des Frühjahres. 

Hühner- oder Kaninchenmist kann ebenso verwendet werden, allerdings ist hier Vorsicht geboten. Zum einen geben die beiden nicht annähernd die Wärme ab und eignen sich nicht als natürliche Heizung. Vor allem Hühnermist ist zum anderen viel zu scharf für den direkten Kontakt mit zarten Wurzeln. Diese könnte er verätzen, die Pflanzen würden eingehen. Deshalb sollte Hühnermist über einige Tage in einem Eimer mit Wasser stehen gelassen werden. Und auch der daraus entstandene Flüssigdünger muss dann nocheinmal im Verhältnis von ca. 1:3 mit dem Gießwasser verdünnt werden, um nur Nutzen für die Pflanzen zu bringen. 

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