Hundesicherung: Halsband und Geschirre

Die Grundausstattung schließt Leine, Geschirr und Halsband mit ein. Geht man in das Tierfachgeschäft, wird man schnell von einem unübersichtlichen riesigen Angebot erschlagen. In allen Farbe, Größen und Formen und aus den verschiedensten Materialien werden hier Halsbänder und Geschirre angeboten. Dabei ist es letzten Endes dem eigenen Geschmack überlassen, für welche Art der Sicherung man sich bei seinem Hund entscheidet. Bei Welpen ist es auf jeden Fall ratsam, ein Softmesh-Brustgeschirr zu verwenden.

 

Wichtig: Für Angsthunde empfehlen wir unbedingt eine Doppelsicherung (Halsband + Sicherheitsgeschirr an zwei Leinen oder beiden Enden einer Führleine). In besonders schweren Fällen, kann auch die zweite Sicherung um den Bauch des Hundeführers gebunden werden. Hier ist aber darauf hinzuweisen, dass dabei die Verletzungsgefahr des Hundeführers erhöht ist. Mehr hierzu in einem separaten Artikel.

 

1617302759477Das Halsband ist praktisch, denn der Hund kann es dauerhaft tragen, sodass man vor dem Spaziergang einfach nur die Leine einklinken muss und schon kann es losgehen. Gleichzeitig ist das Halsband aber auch die unsicherste Form der Sicherung. Viele Hunde schaffen es, sich vor allem in Stresssituationen rückwärts aus Halsbändern heraus zu kämpfen und stehen plötzlich ohne jede Sicherung da. Bei Hunden, die in die Leine gehen und ziehen, kann es außerdem zu Verletzungen und gesundheitlichen Langzeitschäden kommen, wenn sie sich immer wieder mit vollem Ruck in das Halsband werfen und dieser Druck auf die Nackenmuskulatur und die Wirbelsäule geht. Durch das Abschnüren der Luft, wenn sich Hunde in das Halsband werfen, können sie sich noch schneller erregen lassen. Durch die Atemnot und den Schmerz wird das Adrenalin erst recht ausgeschüttet. Der Hund wird noch mehr in seiner Kampf-oder-Fluchtreaktion bestärkt.

 

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Geschirre sind ausbruchssicherer, hier muss man wiederum auf einen guten Sitz und Tragekomfort (Scheuerwunden) achten. Viele Modelle sind heutzutage eher darauf ausgelegt, für den Besitzer ästhetisch ansprechend zu wirken und weniger auf den Komfort des Hundes. Hat man vor, an diesem Geschirr eine Autosicherung zu befestigen, muss der Brustbereich - insbesondere der Punkt des Schlüsselbeins - gut gepolstert und weich sein, damit bei einem Ruck nach vorne der Brustkorb nicht verletzt werden kann. Geschirre wurden ursprünglich dafür entwickelt, dass Hunde schwere Lasten ziehen können, wie bei Schlittenhunden. Damit machen sie das Ziehen beim Spaziergang natürlich besonders “angenehm” für den Hund. Man hat hier nicht das Problem des Luftabschnürens und damit der Verstärkung des Adrenalins im Hund, aber man macht das Ziehen einfacher.

 

1617302759665Bei unsicheren Hunden, welche keine Doppelsicherung (mehr) benötigen, bieten sich sogenannte Sicherheitsgeschirre an. Diese haben einen dritten Gurt, der in der Taille geschlossen wird, also hinter den Rippen und somit am engsten Punkt des Hundekörpers. So ist es für den Hund unmöglich, sich aus dem Geschirr herauszuwinden und plötzlich „nackt“ dazustehen.

 

 

Sollte man regelmäßig eine der folgenden Unternehmungen und Aktivitäten mit seinem Hund durchführen, so benötigt man ein Geschirr, da Halsbänder Sicherheitsrisiken für den Hund darstellen:

    • Autofahren
    • Fahrradfahren
    • Freilauftraining mit einer Schleppleine
    • Joggen…
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