Das Bautagebuch 1

Es ist so weit! Nach langer Planung geht es los, der Stall und die Voliere werden gebaut.

Vorbereitung

Neben der Planung hat auch die Materialbeschaffung einige Zeit in Anspruch genommen. Verfügbarkeit und auch der Preis orientieren sich natürlich stark an den gewählten Materialien. Mit einem Stall aus Holz mit Betonfundament und einem Zaun aus stabilen Estrich-/ Amierungsgittern bewegen wir uns hier eher im unteren bis mittleren Preissegment. Es kann sich auch lohnen, wenn genug Vorlaufzeit, nach gebrauchten oder weiterverkauften Angeboten Ausschau zu halten. Insbesondere Reste von Maschendrahtzäunen und den dazugehörigen Zaunpfosten, aber auch Holz und Spanplatten findet man häufig günstig.

Tag 1 Der Stall

Unsere allererste Aufgabe ist das Begradigen des Bodens unter dem zukünftigen Stall. Durch die umliegenden Nadelbäume ist der Boden ohnehin sehr trocken und es wächst kaum etwas, sodass wir den Mutterboden, Mutterboden sein lassen.  Der Profi schlägt die Arme über dem Kopf zusammen, aber wir harken lediglich hier ein bisschen, da ein bisschen und schmeißen am Ende einmal die Wasserwaage drauf. Passt!

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Alte Dachbalken, also wirklich alte 25*20cm dicke Dachbalken aus einem ehemaligen Wohnhaus werden auf Ziegelsteinen balanciert, um sie gegen die Nässe von unten zu schützen. Jedes Verrücken der Balken erfordert Herkules-würdige Kraftanstrengungen, sodass auch hier auf kleinere Unregelmäßigkeiten keine Rücksicht genommen werden kann.

Hatte ich erwähnt, dass die Bauherrschaft von einem Herrn Planung-Messung-Perfekt-oder-gar-nicht und einer Frau Pi-Mal-Daumen-wird-schon-passen geteilt wird? Dieses Bauprojekt spaltet  ab der ersten Minute Gemüter und fast den Haussegen.

Auf die Balken wird alte 25*50cm Borde ausgelegt, nach Errichtung des Holzkonstruktion soll noch ein Betonboden drauf gegossen werden. Da kommt niemand durch! Und der Stall muss jetzt für alle Ewigkeit genau dort stehen, diese Balken bewege ich nie wieder!

Mittagspause

Die Stallplanung verfolgt einen simplen Grundgedanken: einfach, ohne Schnickschnack und an den Materialien orientiert. Heißt im Konkreten, es wird eine Stallgrundfläche von mindestens 2*1 Meter und 1,30 Metern Höhe angestrebt und dann nimmt man die Spanplatten und macht alles so, dass nichts oder nur sehr wenig zugschnitten werden muss. Macht den Herrn Planung schon wieder wahnsinnig, wenn Frau So-So auf die Frage nach den genauen Maßen mit „Spanplatte“ antwortet.

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Aber es wird und kommt zusammen und am Ende schraubt der Bohrer unermüdlich zuerst die äußeren Wände hinten und seitlich an die Eckpfosten, dann die Innenwände davor.

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Am Ende kommt der große Schneespaß: In einem großen Karton, gesichert gegen unkontrolliertes Umherfliegen von Einzelteilen, werden Styroporverpackungen auseinander genommen und  in die Zwischenräume der Wände gefüllt.

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Feierabend

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Tag 2 Der Stall (immer noch)

Tag 2 beginnt mit dem Bau eines Dachs. Alte Regalbretter mit zufälligerweise genau der richtigen Länge werden auf den Stall geschraubt und darauf wiederum Dachpappe gehämmert.

Bumm, Bumm, Bumm.

Das ist schon mal eine gute Vorbereitung für die Nachbarn, welchen Geräuschpegel sie ab in ein paar Wochen aus dieser Ecke des Gartens erwarten können. Zur Not kann man ja immer noch mit Eiern bestechen.

Nach dem Dach kommt die vordere Wand. Es ist die einzige „einfache“ Wand, dafür benutzen wir aber auch extra dickes, 25mm starkes Holz. Wir halbieren die Vorderseite in einen festmontierten Teil, in dem sich dann im Späteren auch die Hühnerklappe befinden wird,und eine bewegliche Hälfte, die wie eine große Tür komplett aufgeschwungen werden kann für die einfache Zugänglichkeit und Reinigung des Stalls. Auf dieser Seite wird auch eine Aussparung für ein Fenster in das Holz gesägt.

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An der Säge ist die Frau So-So. Es kostet sie zwei Sägeblätter und das Versprechen einer stressreduzierenden Massage für Herrn Planung eine halbwegs rechteckige Form aus der dicken Platte zu sägen. Rechte Winkel sind nicht möglich! (gegenteilige Informationen können leider nicht berücksichtigt werden, da Frau So-So dem Herrn Planung bei Vorlage von Beweisen für die Vermeidbarkeit von Schäden an der Säge eine weitere Massage schuldet)

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Tag 3 Stalleinrichtung

Die Stalleinrichtung besticht durch ihre Einfachheit aus bautechnischer Sicht. Eine alte Tischplatte wird auf ca. 155*45cm zugeschnitten und mit neuen Tischbeinen versehen um dann als Kotbrett in den Stall gestellt zu werden.

Darauf wird eine Halterung für die Sitzstange, in unserem Fall ein dicker Naturast angebracht und an der Seite ein Brett mit Querstreben als Hühnerleiter auf das Kotbrett.

Weil wir uns schon im Mittagstief befinden, wird kurzerhand die Qualität getestet, indem mit einem Kissen bewaffnet ein kleines Nickerchen auf dem neuen alten Tisch gemacht wird. Passt!

Im Späteren werden dann die Legenester und Wasser- und Futtersilos in den Bereich unter den Tisch gestellt werden, aber der Rohbau steht und wird halten fest: so ein Stall ist auch in Eigenregie durchaus gut machbar mit oder ohne Wasserwaage.

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